Statt S-O-S: Ein Oldtimer-Wochenende zwischen Ostsee und Bodden

Heute in einer Woche ist schon Heilig Abend! Die Zeit verrinnt, und je näher das Weihnachtsfest kommt, desto exklusiver – und damit auch tendenziell teurer – werden die Geschenke –Tiffany läßt grüßen!

Ein Beispiel gefällig? Es geht doch nichts über ein Wochenende im Oldtimer oder Sportwagen. Alles organisiert vom Autohaus des Vertrauens. Mit dem eigenen Sportwagen drei Tage durch die Dolomiten – prächtig! Ja, kostet pro Paar bei drei Übernachtungen auch mehr als 4.700 Euronen. Für weniger habe ich schon ganze Oldtimer gekauft.

Trotzdem, die Idee ist gut, wenn auch nicht ganz neu. Das brachte mich auf den Trichter, innerhalb meiner Geschenke-Tipp-Reihe eine kleine Unterserie zu starten: Mit bezahlbaren (manche sagen auch: günstigen) Vorschlägen für wunderbare, fahraktive Genuss-Wochenenden im Klassiker.

Im Norden ist’s auch schön!
Ich starte im Norden, genauer an der Ostsee. Denn Mecklenburg-Vorpommern hat uns Oldtimerfahrern viel zu bieten. Die Ferienregion Fischland-Darß-Zingst zum Beispiel. Das Fischland besteht aus einer 45 Kilometer langen Halbinsel zwischen den alten Hansestädten Rostock und Stralsund. Die Region ist eine der schönsten sowie abwechslungsreichsten Küstenlandschaften der Ostsee: Kilometerlange weiße Sandstrände, tiefe Wälder, weite Wiesenlandschaften und die Wasserflächen von Ostsee und Bodden bieten ein einzigartiges Naturerlebnis.

Oldtimerfreunde lernen hier in aller Ruhe die Ostseeküste kennen. Entspannte Routen führen an die schönsten Stellen der Region. Entlang der Küste von Saaler und Barther Bodden durchstreifen wir traditionsreiche Seefahrer-Städte und -Dörfer. Nicht wegzudenken sind die Zeesenboote, die hölzernen Fischerboote mit den rostbraunen Segeln. Die Stadt Barth präsentiert sich mit liebevoll restaurierten Bürgerhäusern, Ribnitz-Damgarten steht ganz im Zeichen des Bernsteins. Das Gold der Ostsee findet man am Strand oder in einer der Bernsteinmanufakturen.

Der pudrig weiche Strand, die mystischen Windflüchter am Darßer Weststrand und der weite freie Blick über das Meer – all dies verleiht dem Fischland seinen besonderen Flair. Lebendige Orte, alte Kapitänshäuser, jahrhundertealtes Handwerk, Reetdächer und maritimes Flair, gepaart mit Weite und ganz viel Nähe zur Natur. Wie sagen’s die Einheimischen? Dierhagen hat den Strand, Wustrow die Seefahrerkultur und Ahrenshoop die Kunst.

Kontraste und abwechslungsreiche Landschaften bilden den Charakter der Halbinsel. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist geprägt von Steilufern und Flachküsten, Landzungen und Strandseen, Bodden, Dünen, Wäldern, Mooren, Salzwiesen sowie Schilfgürteln. Durch Inseln und Halbinseln von der Ostsee abgetrennte Lagunen, die sogenannten Bodden, sind das Markenzeichen des Parks.

Mein Hotel-Tipp: Das Blinkfüer
Gerade einmal hundert Schritte vom Strand entfernt empfängt das Hotel Blinkfüer seine Gäste in Dierhagen. Das von der Familie Lohße geführte Haus ist ein gediegenes Refugium für den anspruchsvollen Gast an der Ostseeküste. Nehmt Platz in der stilvoll-gemütlichen Atmosphäre des Restaurants oder im lichtdurchfluteten Wintergarten. Im Hotel Blinkfüer werden die Gäste von den kulinarischen Spezialitäten der gehoben-kreativen Küche verwöhnt.

Die Hotelzimmer sind behaglich eingerichtet und komfortabel ausgestattet. Der Wellness- und Freizeitbereich wartet mit Sauna, Whirlpool und Fitnessraum auf. Dieses kleine Erste-Klasse-Hotel liegt malerisch zwischen Meer und Bodden, am Tor zur schönen Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.

Vier Tagestouren für euer fahraktives Wochenende
Und ein paar Tourenvorschläge für euer fahraktives Wochenende zwischen Ostsee und Bodden habe ich natürlich auch:

Die Fischland-Schleife
Diese Tagestour macht eine wunderbare Schleife komplett über das Fischland und rund um die Boddenlandschaft bis nach Stralsund. Auch in der altehrwürdigen Hansestadt direkt gegenüber der Insel Rügen bleiben wir bei unserem Besuch der Natur und dem Meer auf der Spur. Der Besuch des Ozeaneums, ein spektakuläres Meeresmuseum, ist ein Muss!

Den Spannungsbogen schlagen wir anschließend etwas mehr im Landesinneren wieder zurück an die Boddenküste bei Damgarten-Ribnitz. Hier nehmen wir einmal den berühmten Bernstein etwas näher unter die Lupe. Auf den letzten Kilometern Richtung Hotel Blinkfüer werfen wir noch einen Blick auf das Museumsdorf Klockenhagen.

Unterwegs mit der berühmten Molli
Heute brechen wir in Richtung Westen auf. Mit der traditionellen Warnemünde-Fähre setzen wir von Hohe Düne über. Jetzt führt uns die Route nach Bad Doberan, wo unsere Klassiker eine erholsame Fahrtpause einlegen.

Wir besteigen die historischen Zugabteile der dampfbetriebenen Schmalspurbahn Molli und „rumpeln“ gemütlich bis nach Kühlungsborn. Vorbei geht die nostalgische Zugfahrt auch an Heiligendamm, wo vor einigen Jahren der Weltwirtschaftsgipfel gastierte. Anschließend steht noch eine Runde im Oldie durch den Kühlung auf dem Programm, ehe wir Rostock umrundend wieder ins Fischland zurückkehren.

Ab nach Rügen
Deutschlands größte Sonneninsel hat nicht nur für Old- und Youngtimerfahrer viel zu bieten. Die Straßen sind größtenteils neu oder gut unterhalten. In den kleinen historischen Inseldörfern findet man gelegentlich Kopfsteinpflaster, doch das geht meist nach wenigen hundert Metern schon wieder in Asphaltstraße über. Lange Strände, weltberühmte Kreideklippen, traumhafte Alleenstraßen und ergreifende Aussichtspunkte genauso wie kleine Fischerhäfen, mondäne Promenaden oder fürstliche Pracht.

Für den Oldtimerfreund hat Rügen aber noch mehr im Angebot: Kurvenfahrten, schattige Alleen und zahlreiche gastfreundliche Einkehrmöglichkeiten. Uns zieht es weitestgehend über einsame Nebenstrecken nach Sassnitz. Vom Hafen tuckern Ausflugsschiffe auf die Ostsee. Vom Schiff aus genießt ihr den besten Blick auf die weltberühmten Kreidefelsen von Rügen. Über Binz und Puttbus steuern wir Glewitz an, wo wir mit der Autofähre nostalgisch nach Stahlbrode zurück aufs Festland übersetzen.

Vom Bodden zur Seenplatte
Eine schöne Landpartie darf natürlich hier nicht fehlen. Über schöne Alleen geht es in Richtung Mecklenburgische Seenplatte. Diese zauberhafte Landschaft wurde durch die letzte Eiszeit geprägt und sucht in Europa ihresgleichen. Zur Mittagsrast kann man zum Beispiel in Schlössern mit eigenem See einkehren. Auf dem Rückweg ins Fischland geht’s vorbei an Malchin nach Dargun, dann in Richtung Norden nach Marlow bis zurück an den Saaler Bodden und die Ostseeküste.

Vorfreude schenken
Lust auf ein (langes) Wochenende mit deinem Klassiker bekommen? Ja, dann jetzt schnell Hotel buchen, Gutschein einpacken und ganz viel Vorfreude zu Weihnachten verschenken.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert